Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind durch ein komplexes Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren geprägt und stellen ein eindrucksvolles Beispiel für die Verbindung von Körper und Seele dar. Dieses Zusammenspiel ist seit langem auch Gegenstand psychosomatischer Behandlungsansätze, die die internistische und ggf. chirurgische Behandlung sinnvoll ergänzen. Dabei besteht kein ursächlicher Zusammenhang zwischen den beiden Erkrankungen und psychischen Erkrankungen, wohl aber ein erheblicher Einfluss psychosozialer Faktoren auf den Verlauf und die Prognose.
Das Symposium des Thüringer Landesverband des DGPM vereint ein medizinisches Update mit einem kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen in Diagnostik und Therapie der CED sowie die psychosomatische Perspektive. Das Zusammenspiel beider der somato-psychischen und psycho-somatischen Perspektiven zeigt, wie die ganzheitliche Versorgung von Patient*innen mit CED gelingen kann.