Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten KJP | P4 und Informationen über die Aufnahmemodalitäten

Hinweis: Der Ausbildungsgang für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten entspricht dem Ausbildungsgang P4 für Psychologen.

Zulassungsverfahren

Die Zugangsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium der Psychologie (Diplom, Master). Außerdem gibt es zulassungsfähige Abschlüsse in Erziehungswissenschaft, Pädagogik (einschließlich Sozial- und Heilpädagogik) sowie in Sozialarbeit. Die Prüfung und  Bestätigung der Zulassungsvoraussetzung wird auf Antrag vom Landesverwaltungsamt Thüringen durchgeführt.

Die Bewerbungen erfolgen an den Leiter des Ausbildungsausschusses, Herrn Dr. med. Keyser oder an das Sekretariat. Nach Zustimmung des Ausbildungsausschusses und Eingang der notwendigen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse) erfolgt ein Aufnahmegespräch mit einem Verantwortlichen des Ausbildungsausschusses.

Anschließend erhält der Bewerber einen Aus- bzw. Weiterbildungsvertrag als Kandidat des Instituts. Eine kassenfinanzierte Psychotherapie des Kandidaten muss abgeschlossen sein und wird nicht als Ausbildungseinheit angerechnet.

Rechtliche Grundlage für Ausbildungsgänge ist  das PsychThG und die KJPsychTh-APrV und die PTR sowie die PTV.

Detaillierte Informationen finden Sie auch in unserem
Heft zur Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zum Herunterladen.



Informationen können auch über

Frau Yvonne Hartmann M. A.
Löbdergraben 27, 07743 Jena
T 03 64 1 -
53 97 634
yvonne_hartmann@gmx.net

eingeholt werden.

Die Bewerbungen erfolgen dann an den Leiter des Ausbildungsausschusses, Herrn Dr. med. Günter Keyser. Nach Eingang der Bewerbungsgebühr wird dem Bewerber eine Liste der Lehranalytiker/Lehrtherapeuten zur Auswahl der zwei obligatorischen Zulassungsinterviews sowie ein Rückmeldebogen zugeschickt, um mitzuteilen, bei wem die Interviews durchgeführt werden. Nach Beratung im Ausbildungsausschuss erhält der Bewerber einen Aus- bzw. Weiterbildungsvertrag als Kandidat des Instituts.
 


Ausbildungsdauer:
mindestens 5 Jahre

Die Ausbildung gliedert sich in die Bestandteile Lehrtherapie, klinische Tätigkeit, Theorie und die supervidierte Patientenbehandlung.


Lehrtherapie
Die Lehrtherapie ist integrierter Bestandteil der Ausbildung, erstreckt sich möglichst über den gesamten Ausbildungsverlauf und dauert mind. 150 Stunden (Frequenz einmal wöchentlich).

Diese ist bei anerkannten Lehrtherapeuten/Lehranalytikern des Institutes zu absolvieren und mit diesen selbstständig zu vereinbaren.


Klinische Tätigkeit
Die praktische Tätigkeit umfasst 1.800 Stunden an Einrichtungen, die den Vorschriften des Psychotherapeutengesetzes entsprechen und durch Kooperationsverträge mit der Ausbildungsstätte verbunden sind. Davon müssen mindestens 1.200 Stunden an einer psychiatrisch klinischen Einrichtung und mindestens 600 Stunden an einer psychotherapeutischen oder psychosomatischen Versorgungseinrichtung, in der Praxis eines Arztes mit Weiterbildung in Psychotherapie oder eines Kinderarztes mit Weiterbildung Psychotherapie oder eines Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erbracht werden. Für die klinisch-praktische Tätigkeit stehen Psychotherapie-Einrichtungen mit Weiter-
bildungsermächtigung zur Verfügung und können über die Ausbilder des Institutes ggf. vermittelt werden.


Theoretische Ausbildung
Die Theorie-Ausbildung umfasst Grundkenntnisse, Untersuchungsverfahren und Behandlungstechniken sowie das Kassenantragsseminar. Sie erstreckt sich über insgesamt 5 Jahre und 600 – 650 Stunden. Die Ausbildungsinhalte sind in einer Übersicht (siehe Seite 10) dargestellt.

Am Institut werden die theoretischen Kenntnisse durch das Curriculum, welches von der LÄK und dem Ministerium für Gesundheit und Soziales anerkannt wurde, vermittelt. Dies schließt die Verpflichtung zum Selbststudium mit ein.


Praktische Ausbildung
Zur Vermittlung diagnostischer Kenntnisse und Erfahrungen nehmen die Kandidaten bzw. außerordentlichen Mitglieder an Erstinterviewseminaren teil. Bis zum Ende der Ausbildung sind insgesamt 20 Erstinterviewberichte zu erstellen.

Am Institut werden regelmässig Erstinterview-Seminare angeboten. Diese sollte am Anfang der Ausbildung und vor Beginn der Behandlungsfälle absolviert werden. Mindestens 10 supervidierte Erstinterviews und -berichte sind ebenfalls vor dem Beginn der praktischen Ausbildung zu erstellen.

Es sind mindestens 6 Behandlungsfälle mit insgesamt mindestens 600 Behandlungsstunden durchzuführen. Darin enthalten sind:

6 Kinder- und Jugendlichenpsychotherapien mit insgesamt 600 Stunden (davon mindestens 1 Kurzzeittherapie mit 25 Stunden und 1 Langzeittherapie mit mindestens 70 Stunden (Kinder) und 90 Stunden (Jugendliche). Jede Altersgruppe und jedes Geschlecht sollte behandelt werden.

Die Patientenbehandlungen unter Supervision beginnen nach dem erfolgreichen Abschluss des Vorkolloquiums. Zur Teilnahme an der praktischen Tätigkeit ist der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung notwendig. Die Zuweisung der Patienten und die Beantragung der Behandlungen erfolgt im Rahmen der Ermächtigung der Institutsambulanz über die Ambulanzleiterin, Frau Dipl.-Psych. Evelyn Daniel sowie die Supervisoren.

Die Einzel- und Gruppensupervisionen der Behandlungen finden jede 4. – 6. Stunde und bei insgesamt mindestens 3 verschiedenen Supervisoren statt. Während der Behandlungen sind die Teilnahme an und regelmäßige eigene Fallvorstellungen in den technisch-kasuistischen Seminaren verbindlich.


Prüfungen
Während der Ausbildung absolvieren die Kandidaten bzw. außerordentlichen Mitglieder 3 Prüfungen:

1. Vorkolloquium zum Abschluss des 1. Ausbildungsabschnittes als Voraussetzung für den zweiten

2. Abschluss-Kolloquium im Institut am Ende der Ausbildung

3. Staatliche Prüfung zur staatlichen Anerkennung (Approbation), ebenfalls am Ende der Ausbildung.


Beginn des Curriculums:
laufend

Teilnehmer der Ausbildung können jederzeit in die curriculäre Ausbildung einsteigen.