P3 - Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten Vertiefung in tiefenpsychologisch fundierter und psychoanalytischer Psychotherapie (verklammert)


Die Zugangsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Psychologie.


Informationen können über

Frau Dipl.-Psych. S. Illek-Barkowski
Eichhörnchenweg 16
07749 Jena
Tel: 03 64 1 - 82 44 61

erfragt werden.


Die Bewerbungen erfolgen an den Leiter des Ausbildungsausschusses, Herrn Dr. med. Keyser oder an das Sekretariat. Nach Zustimmung des Ausbildungsausschusses und Eingang der notwendigen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse) erfolgt ein Aufnahmegespräch mit einem Verantwortlichen des Ausbildungsausschusses. Anschließend erhält der Bewerber einen Aus- bzw. Weiterbildungsvertrag als Kandidat des Instituts.

Eine kassenfinanzierte Psychotherapie des Kandidaten muss abgeschlossen sein und wird nicht als Ausbildungseinheit angerechnet.


Ausbildungsdauer

mindestens 5 Jahre

Die Ausbildung gliedert sich in die Bestandteile Lehranalyse, klinische Tätigkeit, Theorie und die supervidierte Patientenbehandlung.


Lehranalyse
Die Lehranalyse ist integrierter Bestandteil der Ausbildung, erstreckt sich möglichst über den gesamten Ausbildungsverlauf und dauert mind. 300 Stunden (Frequenz dreimal wöchentlich im Liegen).

Diese kann über die anerkannten Lehranalytiker/Lehrtherapeuten des Institutes absolviert werden und ist mit diesen zu vereinbaren.


Klinische Tätigkeit
Die praktische Tätigkeit umfasst 1.800 Stunden an Einrichtungen, die den Vorschriften des Psychotherapeutengesetzes entsprechen und durch Kooperationsverträge mit der Ausbildungsstätte verbunden sind. Davon müssen mindestens 1.200 Stunden an einer psychiatrisch klinischen Einrichtung und mindestens 600 Stunden an einer psychotherapeutischen oder psychosomatischen Versorgungseinrichtung, in der Praxis eines Arztes mit Weiterbildung in Psychotherapie oder eines Psychologischen Psychotherapeuten erbracht werden.

Für die klinisch-praktische Tätigkeit stehen Psychotherapie-Einrichtungen mit Weiterbildungsermächtigung zur Verfügung, die über die LÄK Thüringen erfragt werden können und über die Ausbilder des Institutes ggf. vermittelt werden.


Theoretische Ausbildung
Die Theorie-Ausbildung umfasst Grundkenntnisse, Untersuchungsverfahren und Behandlungstechniken sowie das Kassenantragsseminar. Sie erstreckt sich über insgesamt 5 Jahre und 600 – 650 Stunden.  Die Ausbildungsinhalte sind in einer Übersicht dargestellt.

Am Institut werden die theoretischen Kenntnisse durch das Curriculum, welches von der LÄK und dem Ministerium für Gesundheit und Soziales anerkannt wurde, vermittelt. Dies schließt die Verpflichtung zum Selbststudium mit ein.


Praktische Ausbildung
Zur Vermittlung diagnostischer Kenntnisse und Erfahrungen nehmen die Kandidaten bzw. außerordentlichen Mitglieder an Erstinterviewseminaren teil. Bis zum Ende der Ausbildung sind insgesamt 20 Erstinterviewberichte zu erstellen.

Am Institut wird das Erstinterview-Seminar regelmäßig und in ausreichender Anzahl angeboten. Dies sollte am Anfang der Ausbildung und vor Beginn der Behandlungsfälle absolviert werden. Mindestens 10 supervidierte Erstinterviews und -berichte sind ebenfalls vor dem Beginn der praktischen Ausbildung zu erstellen.

Es sind mind. 10 Behandlungsfälle mit insgesamt mindestens 1.000 Behandlungsstunden durchzuführen. Darin enthalten sind:

  • mindestens 600 psychoanalytische Behandlungsstunden mit mindestens 150 Stunden Supervision und 4 psychoanalytischen Therapien, davon 2 Langzeittherapien (jeweils 240 Stunden, Frequenz dreimal wöchentlich im Liegen), sowie,
  • mindestens 400 tiefenpsychologisch-fundierte Behandlungsstunden mit mindestens 100 Stunden Supervision und 4 tiefenpsychologisch-fundierten Therapien, davon mindestens 1 Kurzzeit- (25 Stunden) und 1 Langzeittherapie (80 Stunden)


Zwei der 10 Behandlungsfälle stehen zur freien Auswahl. Während der praktischen Ausbildung sind 6 anonymisierte Falldarstellungen über eigene Patientenbehandlungen unter Supervision zu erstellen. Die Patientenbehandlungen unter Supervision beginnen nach dem erfolgreichen Abschluss des Vorkolloqiums. Zur Teilnahme an der praktischen Tätigkeit ist der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung notwendig. Die Zuweisung der Patienten und die Beantragung der Behandlungen erfolgt im Rahmen der Ermächtigung der Institutsambulanz über die Ambulanzleiterin, Frau Dipl.-Psych. Evelyn Daniel. Die Einzel- und Gruppensupervisionen der Behandlungen finden jede 4. – 6. Stunde und bei insgesamt mindestens 3 verschiedenen Supervisoren und Kontrollanalytikern des Institutes statt. Während der Behandlungen sind die Teilnahme an und regelmäßige eigene Fallvorstellungen in den technisch-kasuistischen Seminaren verbindlich.

Prüfungen
Während der Ausbildung absolvieren die Kandidaten beziehungsweise außerordentlichen Mitglieder 3 Prüfungen:

1. Vorkolloquium zum Abschluss des 1. Ausbildungsabschnittes
als Voraussetzung für den zweiten

2. Abschluss-Kolloquium im Institut am Ende der Ausbildung

3. Staatliche Prüfung zur staatlichen Anerkennung (Appbrobation)


Beginn des Curriculums
laufend

Teilnehmer der Ausbildung können jederzeit in die curriculäre Ausbildung einsteigen.