A3 - Anteil zur Weiterbildung zum Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Zulassung

Die Zugangsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Medizin.

In der Weiterbildungsordnung der LÄK Thüringen sind die Inhalte der Weiterbildung festgelegt und in den Richtlinien veröffentlicht. Zu Ihrer Kenntnis werden sie hier nochmals aufgeführt (kursiv gedruckt) und jeweils dargelegt, welche Inhalte Sie an unserem Institut erwerben können. Die notwendigen Kenntnisse zur Verhaltenstherapie können am Institut nicht erworben werden!  


Weitere Informationen können über den ärztlichen Kollegen

Dr. med. Uwe Wutzler
Asklepios-Fachklinikum
Bahnhofstraße 1a
07646 Stadtroda
T 03 64 28 - 56 12 34
F 03 64 28 - 56 13 43
u.wutzler@asklepios.com

erfragt werden.


Theorie

240 Stunden in:

  • psychodynamischer Theorie: Konfliktlehre, Ich-Psychologie, Objektbeziehungstheorie, Selbstpsychologie
  • Entwicklungspsychologie, Psychotraumatologie, Bindungstheorie
  • allgemeiner und spezieller Psychopathologie, psychiatrischer Nosologie
  • allgemeiner und spezieller Neurosen-, Persönlichkeitslehre und Psychosomatik
  • den theoretischen Grundlagen in der Sozial-, Lernpsychologie sowie allgemeiner und spezieller Verhaltenslehre zur Pathogenese und Verlauf
  • psychodiagnostischen Testverfahren und der Verhaltensdiagnostik
  • Dynamik der Paarbeziehungen, der Familie und der Gruppe einschließlich systemischer Theorien
  • den theoretischen Grundlagen der psychoanalytisch begründeten und verhaltenstherapeutischen Psychotherapiemethoden
  • Konzepten der Bewältigung von somatischen Erkrankungen sowie Technik der psychoedukativen Verfahren
  • Prävention, Rehabilitation, Krisenintervention, Suizid- und Suchtprophylaxe, Organisationspsychologie und Familienberatung


Am Institut werden die theoretischen Kenntnisse durch das Curriculum, welches von der LÄK und vom Ministerium für Gesundheit und Soziales anerkannt wurde, angeboten. Dies schließt die Verpflichtung zum Selbststudium nicht aus.  


Diagnostische Kenntnisse

  • 100 dokumentierte und supervidierte Untersuchungen (psychosomatische Anamnese einschließlich standardisierter Erfassung von Befunden, analytisches Erstinterview, tiefenpsychologisch-biographische Anamnese, Verhaltensanalyse, strukturierte Interviews und Testdiagnostik)

Am Institut wird regelmässig das analytische Erstinterview-Seminar angeboten. Dies sollte am Anfang der Ausbildung und vor Beginn der Behandlungsfälle absolviert werden. Die Erstinterviews können bei den Supervisoren und Kontrollanalytikern des Institutes supervidiert werden.  


Therapie 

(Die Weiterbildungsinhalte werden kontinuierlich an einer anerkannten Weiterbildungseinrichtung oder im Weiterbildungsverbund erworben.)

  • 35 Doppelstunden Balint-Gruppenarbeit
  • 1500 Stunden Behandlungen und Supervision nach jeder vierten Stunde (Einzel- und Gruppentherapie einschließlich traumaorientierter Psychotherapie, Paartherapie einschließlich Sexualtherapie sowie Familientherapie) bei mindestens 40 Patienten aus dem gesamten Krankheitsspektrum des Gebietes mit besonderer Gewichtung der psychosomatischen Symptomatik unter Einschluss der Anleitung zur Bewältigung somatischer und psychosomatischer Erkrankungen und Techniken der Psychoedukation


Am Institut wird Folgendes angeboten:

  • Patienten für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapien können über die Supervisoren vermittelt und über die Institutsambulanz, Frau Dipl.-Psych. Evelyn Daniel, abgerechnet werden.
  • Die Supervision der Behandlungsfälle erfolgt durch die Lehranalytiker/Lehrtherapeuten und anerkannten Supervisoren des Instituts.
  • Während der Patientenbehandlung über die Institutsambulanz sind die Teilnahme an und regelmässige eigene Fallvorstellungen in den technisch-kasuistischen Seminaren verbindlich.
  • Die Grundorientierung Verhaltenstherapie wird am Institut nicht angeboten.

Von den 1500 Behandlungsstunden sind


in den psychodynamischen/tiefenpsychologischen Behandlungsverfahren

  • 6 Einzeltherapien über 50 bis 120 Stunden pro Behandlungsfall
  • 6 Einzeltherapien über 25 bis 50 Stunden pro Behandlungsfall
  • 4 Kurzzeittherapien über 5 bis 25 Stunden pro Behandlungsfall
  • 10 Kriseninterventionen unter Supervision 
  • 2 Paartherapien über mindestens 10 Stunden
  • 2 Familientherapien über 5 bis 25 Stunden
  • 25 Fälle der Durchführung supportiver und psychoedukativer Therapien bei somatisch Kranken
  • 100 Sitzungen Gruppenpsychotherapien mit 6 bis 9 Patienten


abzuleisten.


Selbsterfahrung

  • 150 Stunden psychodynamische/tiefenpsychologische oder psychoanalytische Einzelselbsterfahrung und 70 Doppelstunden Gruppenselbsterfahrung.


Balintarbeit und Einzelselbsterfahrung (jeweils tiefenpsychologisch fundiert) kann über die anerkannten Balintgruppenleiter und Selbsterfahrungsleiter des Instituts absolviert werden. Die Gruppenselbsterfahrung ist u. a. über den Ausbildungsleiter des Instituts, Herrn Dr. med. Keyser, zu organisieren.

Kenntnisse über Gerichtsgutachten werden nicht über das Institut vermittelt.


Prüfungen

Die Prüfung wird durch die Landesärztekammer Thüringen abgenommen.


Beginn des Theorie-Curriculums

Teilnehmer der Weiterbildung können jederzeit in die curriculäre Weiterbildung einsteigen.

Die Weiterbildungen finden in der Regel in den Räumen der Landesärztekammer Jena-Maua statt.